BIM - Digitalisierung im Bauwesen am Beispiel
Parking Schlossberg Thun

Im Zuge der Allplan Vortragsreihe an der ETH Zürich konnte die Kissling + Zbinden AG am 11. Oktober 2017 das Projekt Parking Schlossberg vor rund 50 Studenten präsentieren. Unter dem Titel «BIM -  Digitalisierung im Bauwesen» brachte Manuel Jordan einige ausführungstechnische Besonderheiten des Projektes dar. Hervorgehoben wurde unter anderem die positive Erfahrung mit der 3D-Modellierung mit Allplan und die Austausch-Möglichkeiten, welche das BIM+ Modul desselben Anbieters mit sich bringt.

Das Parking Schlossberg befindet sich zur Zeit in der Phase Ausführung. Die letzte Etappe des Sohlgewölbes wurden in der KW 41 fertiggestellt. Parallel wurde bereits die erste Decke betoniert, in der die innovative Lösung mit Cobiax-Hohlkörper zum Einsatz kam. Die Kissling + Zbinden AG arbeitet beim Parking Schlossberg erstmals mit der Cobiax-Technologie.

Cobiax sind wesentlichen Hohlkörper aus rezykliertem PET. Durch deren Einsatz kann eine beachtliche Menge an Beton eingespart werden. Dadurch verringert sich das Eigengewicht und grössere Spannweiten lassen sich ohne weitere Techniken (z.B. Vorspannung) «überbrücken».

Im Parking Schlossberg kann durch die Hohlkörper pro Decke ca. 120 m3 Beton eingespart werden. Somit fällt die CO2-Bilanz solcher Lösungen deutlich positiver aus als konventionelle Vollquerschnittslösungen. Einerseits kann der Verbrauch von Zement reduziert und andererseits der Betontransport optimiert werden. Letzterer Punkt kann vor allem für den Transport von Beton durch dichte Verkehrsknotenpunkte, wie Beispielsweise die Thuner Innenstadt, interessant sein.

Die Spannweite in Kavernenquerrichtung beträgt im Parking Schlossberg 14.56 m. Mit einer Deckenstärke von 0.5 m bewegt man sich auch mit der Cobiax-Lösung entlang der Grenze des technisch Machbaren ohne Vorspannung. Somit ein kleines Pilotprojekt in der Schweiz


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