Im Rahmen der Produktionserweiterung für die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen investiert die Lonza AG in Visp aktuell in mehrere Bauvorhaben.

Mit dem Projekt «Apollo / Fugu II» wird ein achtgeschossiges Hauptgebäude mit einer Grundfläche von 2‘100 m2 erstellt, in welchem nach Fertigstellung die Produktion eines zu Morphium alternativen Medikamentes zur Krebstherapie erfolgen soll. Im Unterschoss wird dieses über einen Verbindungstunnel mit dem ebenfalls zu erstellenden 1.5-geschossigen Nebengebäude mit einer Grundfläche von 500 m2 verbunden.

Die geologischen Besonderheiten machten eine Gründung des Gebäudes auf 121 Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 1.30 m erforderlich. Als besondere Herausforderungen ist die avisierte Fertigstellungszeit von 24 Monaten für Roh-, Ausbau und Installation aller prozesstechnischen Anlagen zu nennen. Diese Anforderung ist nur realisierbar, wenn die Bauzeit für Roh- und Ausbau auf 12 Monaten begrenzt und parallel dazu bereits mit der Installation der Prozessanlagen begonnen wird. Dies erfordert die Verwendung von möglichst vielen Fertigteilen, um auf den Einsatz von Schalungselementen weitestgehend verzichten zu können. Die Fertigteile der Decken sollen ohne temporäre Unterstützung eingesetzt werden können, um die darunterliegenden Geschosse möglichst schnell für den weiteren Ausbau frei geben zu können.

In der Folge ist besonders gute Abstimmung und Koordination aller gewerkeübergreifenden Arbeiten eine besondere Herausforderung des Projektes. Zudem sind die Platzverhältnisse rund um das Baufeld derart eingeschränkt, dass nur geringe Lagerflächen für Material, Geräte und Personal zur Verfügung stehen. Dies erfordert just-in-time Lieferungen sämtlicher Baustoffe, die aufgrund von weiteren Bauvorhaben auf dem Lonza-Gelände eines Lonza-übergreifenden Logistikkonzeptes bedürfen.

Im September 2021 haben die ersten Aktivitäten zur Erstellung der Baugrube begonnen und werden zum Jahresende 2021 abgeschlossen sein, sodass von Januar bis August/September 2022 die Baumeisterarbeiten erfolgen können. Geplante Übergabe des funktionstüchtigen Bauwerks ist Ende September 2023.