Projektbeschrieb

Der Neubau des Spitalgebäudes auf dem Baubereich 12 des Inselspitals umfasst zwei unterirdische und 16 oberirdische Geschosse, eine Bruttogeschossfläche von rund 84'000 Quadratmeter, drei unterirdische Anbindungen und fünf Passerellen zu Bestandesbauten. Der nach der Methode des Building Information Modelling (BIM) bearbeitete Bau wird das Bettenhochaus ersetzen, das Schweizerische Herz- und Gefässzentrum beherbergen, diverse Fachkliniken beheimaten und den neuen Hauptempfang des Inselspitals bereitstellen. 

  • Generalplanerteam mit ca. 40 verschiedenen Planer, Spezialplaner und Experten.
  • Stellvertretende Gesamtleitung des Generalplaners und Bearbeitung der Bereiche Tragkonstruktion (Rohbau), Baugrube, Strassen- und Werkleitungsbau, Verkehrsplanung, Baulogistik.
  • Bauen in komplexem innerstädtischen Raum und unter laufendem Spitalbetrieb.
  • Geringe logistische Kapazitäten (Verkehrsbelastung, Belegung externer Warteräume, begrenzte räumliche Verhältnisse).
  • State of the Art Anwendung von BIM in der Planung, BIM to Market (Ausschreibung), BIM to Field (Realisierung) und BIM to FM (Betrieb)
  • Erstes Spitalgebäude der Schweiz nach neu entwickeltem Minergie P-Eco-Standard
  • Baustellenerschliessung mit einseitig befahrenem Ringverkehr mit neuen Stichstrassen (LKW-Warteräume).
  • Überdeckung Freiburgstrasse mittels einer Plattform (Stahl-Tragkonstruktion) für Containerdörfer und Installationsflächen.
  • Vorgängige Abbrüche des Ludwig-Hallerhauses und des Polikliniktraktes PKT II.
  • Vertikaler Baugrubenabschluss mit rückverankerter Rühlwand (vorgespannte Anker) und überschnittener Bohrpfahlwand.
  • Unterfangung der bestehende Lüftungszentrale des Bettenhochhauses.
  • Tragwerk in Massivbauweise und Stahlfachwerk. Ortbetonflachdecken mit integrierter Durchstanzbewehrung, Schrägstützen oder «Stützenscheiben», Flachfundation (Bodenplattenstärke 1.7 m, integrierte Stahlpilze, druckfeste Perimeterdämmung), aussteifende Kerne.
  • Diverse Strassenanpassungen, Werkleitungsumlegungen und Umgebungsgestaltung.

Bauherr

Inselgruppe Inselspital, Universitätsspital Bern Direktion Infrastruktur

Bausumme

CHF 550 Mio.

Planung + Bauleitung

Stv. Gesamtleiter, Planergemeinschaft Archipel (Generalplaner), SIA 31 - 53

Termine

  • Planung: 2015 - 2018
  • Ausschreibung: 2017 - 2023
  • Aktueller Stand: Ausführung
  • Inbetriebnahme: 2023/2024

 

Projektfortschritt

Rückblick auf das 1. Quartal 2022

Die Fassade des nördlichen Turmes befindet sich in der Fertigstellung. Die Gerüstdemontage beim Turm Süd hat begonnen. Die Fassadenlifte B und C sind ausser Betrieb. Im Geschoss TQ sind die Verkleidungen der Aufbauten fertiggestellt und die Brüstungen in der Fertigstellung. Die Dachbegrünung erfolgt im Frühling 2022. Die Unterlagsböden sind im gesamten Gebäude eingebracht worden. Die Steigzonenverkleidungen befinden sich nach wie vor in der Erstellung. Bei den Sockelgeschossen U1, A, B, D, F sind die Wände geschlossen. In den Geschossen F und B sind die Unterkonstruktionen und Randwinkel der Abhangdecken montiert. Deren Elektroräume wurden an den Elektrounternehmer übergeben. Die Brandschutz-Schiebetore in den Geschossen B und D sind montiert. Dasselbe gilt für die Brandschutz-Vorhänge auf den Geschossen U1, B, D, E. Auf dem Geschoss D sind die OP-Scheiben fertiggestellt. Derzeitig befinden sich bis zu 600 Bauarbeiter*innen auf der Baustelle.


«Intime» Einblicke in das neue Anna-Seiler-Haus des Inselspitals!

Begleiten Sie uns auf dem virtuellen Baustellenrundgang durch das neue Hauptgebäude!


Rückblick auf das 4. Quartal 2021

Aktuelle arbeiten bis zu 800 Handwerker auf der Baustelle. Die Fassadenarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Die Gerüste werden zurückgebaut. Alle Drehkräne sind mittlerweile abgebaut. Die Baustellenzulieferungen erfolgen über Innenlifte. Mittlerweile befinden sich alle Geschosse im Innenausbau. Die Unterlagsböden wurden im ganzen Gebäude eingebracht  Die Sockelgeschosse sind weitgehend bereits ausgerüstet. Die Pflanztröge der beiden Terrassen auf dem Geschoss G sind angepflanzt. Die Absturzsicherungen wurden montiert. Die Aufbauten sind erstellt. Die Brüstungen und die Verkleidungen der Aufbauten auf dem Geschoss TQ befinden sich in der Fertigstellung. Die Fassaden der beiden Lichtinnenhöfe sind ausgerüstet. Die Steigzonenverkleidungen befinden sich in der Erstellung. Der finale Ausbau der Treppenhäuser läuft. Der Einbau der Aufzüge wurde abgeschlossen. Die Wände auf den Sockelgeschossen F, E (IMC), D und B sind geschlossen und wurden gestrichen. Die Anschlussarbeiten für die Böden und Decken wurden gestartet. Weiter wurden die ersten Abschlüsse für die Türen versetzt. Die Operationssäle befinden sich nach wie vor im Ausbau. Zurzeit werden die OP-Scheiben und Schwerlastdecken eingesetzt. Die grosse Passerelle zur Kinderklinik vermochte erfolgreich fertiggestellt werden.


September 2021

Als Hommage an die Gründerin des Inselspitals, die Geschichte schrieb, als dies noch kaum einer Frau möglich war, wurde das zukünftige Hauptgebäude in einer feierlichen Zeremonie als Anna-Seiler-Haus, ASH, getauft. Kurz davor konnte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Inselspitals und deren Familien der Tag der offenen Baustelle erfolgreich durchgeführt werden. Die Fassade ist weitgehend dicht und die Montage deren Elemente planmässig forgeschritten. Die Steigzonen sind weitgehend installiert. In den Geschossen U1 bis F und K bis P sind die haustechnischen Installationen in der Umsetzung. In den Sockelgeschossen ist der Innenausbau grösstenteils am Laufen. Die ersten OP-Wände (UK) sind montiert. Die Unterlagsböden wurden bis auf die Geschosse G, H und J eingebracht. Die beiden Lichthofinnenfassaden wurden fertiggestellt. Das Fassadengerüst wurde abgebaut. Der Trockenbau in den Turmgeschossen schreitet voran. Je zwei Patientenmusterzimmer wurden als Rohling, resp. im Endausbau fertiggestellt. Im Geschoss TQ sind auf den Flachdächern die Verkleidungen der Aufbauten und der Brüstungen in Bearbeitung. Ausserdem werden die haustechnischen Installationen erstellt. Auf dem Geschoss G werden die Pflanztröge ausgekleidet und die Absturzsicherungen montiert. Bis auf wenige Schlussarbeiten ist der Einbau der Passerellen INO erfolgt. Die Erstellung der Passerelle KKL verläuft planmässig.


März 2021

Der über 63 Meter hohe und 135'000 Tonnen schwere Rohbau konnte im November 2020 frühzeitig abgeschlossen werden. Der in den über 56'000 Kubikmetern Beton verbaute Stabstahl ist mit ingesamt über 6'800 Kilometern länger als unser Erdradius! Die Fassadenarbeiten mit ingesamt fast 2'200 Fenstern und 2'500 Betonelementen haben mittlerweile die Turmgeschosse erreicht. Dasselbe gilt für den sowohl von unten nach oben wie auch von oben nach unten verlaufenden Innenausbau. Zwischenzeitlich befinden sich schon heute über 350 Arbeiter auf der Baustelle, wobei die Ausbauleistungen im Verlaufe dieses Jahres noch deutlich zunehmen werden. Der Neubau wird über mehr als 3'250 Räume und 4'360 Türen verfügen. Nun hat auch der Bau der 4 Passerellen zum Interventions-, Notfalls- und Operationszentrum sowie derjenige zur Kinderklinik begonnen.


November 2020

Der Rohbau ist nahezu vollendet. Nach über zwei Jahren Bauzeit finden nun die letzten Betonarbeiten statt.

Einige eindrückliche Zahlen aus dieser Zeit:

  • rund 56'000 m³ Beton
  • 8'200 t Stabstahl
  • 1'000 Betonstützen
  • knapp 400 Bohrpfähle

Der erste der drei Kräne wurde bereits abgebaut und abtransportiert. Der Innenausbau schreitet zügig voran, auch die Rolltreppen sind mittlerweile eingebaut. Zudem ist seit anfang November das Baustellenrestaurant «Baracca» geöffnet und bietet den Arbeitern leckere Mahlzeiten an.

Nun stehen bis Ende 2022 noch die Projektierung und Realisierung der Umgebung an, bevor das Gebäude im 2023 an die Nutzer übergeben wird.


Juli 2020

Die ersten Betonarbeiten im Geschoss N haben begonnen. Es fehlen somit nur noch vier Geschosse bis zur Endhöhe. Während zuoberst betoniert wird, finden in den untersten Geschosse die Arbeiten am Innenausbau sowie an der Fassade statt.


April 2020

Im 17-Tage-Rhythmus werden die Turmgeschosse erstellt. Es fehlen noch sieben Geschosse bis Zur Endhöhe von rund 63 Metern.


Februar 2020

Die halbe Gebäudehöhe ist beinahe erreicht, es fehlt lediglich ein Geschoss. Ab da an wird der Neubau mit zwei Türmen bis auf die Endhöhe von rund 63 Metern gebaut.


Dezember 2019

Die Rohbauarbeiten schreiten zügig voran. Erste Wände im Geschoss D wurden betoniert. Mittlerweile wird in den Untergeschossen an der Haustechnik gearbeitet und die ersten Anstriche werden getätigt.


Oktober 2019

August 2019

Schauen Sie die eindrücklichen Drohnen-Bilder an:

© «Insel Gruppe»


Juni 2019

Die Aushubarbeiten in der Baugrube sind abgeschlossen. Die gesamte Fläche wurde an den Rohbauunternehmer übergeben. Die Realisierung der Stahlbeton-Tragstruktur schreitet zügig voran. Der Rückbau der Baugrubensicherung läuft sukzessive an. Zudem werden Vorbereitungen für die unterirdischen Anbindungen des Neubaus an die umliegenden Gebäude getroffen.


November 2018

Oktober 2018

Juli 2018

Mai 2018

April 2018

März 2018


Februar 2018


Januar 2018

November 2017


Mai - Juli 2017


Pläne und Visualisierungen

Urheber Visualiserungen: Planergemeinschaft Archipel