Mit Pioniergeist und Leidenschaft

Es begann mit einem Mann, der alles andere als gewöhnlich war.
Der Kulturingenieur Otto Kissling arbeitete in den frühen 1930er Jahren mit am Bau der 1600 Kilometer langen Bagdadbahn. Das ingenieurtechnisch anspruchsvolle Bauwerk ist eines der aufwändigsten Infrastrukturprojekte jener Zeit. Aufgrund von Unruhen im Irak verliess Otto Kissling den Irak und kam in die Schweiz, wo er 1931 die Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro R. Savoldi in Bern begann und damit den Grundstein für die spätere Kissling + Zbinden AG legte.

Der Pioniergeist von damals zieht sich als roter Faden durch unsere Firmengeschichte.
Im Laufe der Jahre planten und realisierten wir zahlreiche Leuchtturm-Projekte, meisterten knifflige Aufgaben und wuchsen dabei stetig. Was vor 90 Jahren als Ein-Mann-Betrieb mit Rebbergverbauungen am Bielersee begann, hat sich zu einem Unternehmen mit 130 Mitarbeitenden entwickelt – und einem Angebotsportfolio, das keine Kundenwünsche offen lässt.

Heute wie damals gestalten wir mit Leidenschaft die Zukunft – wirtschaftlich, nachhaltig und ästhetisch.
Wir mögen es familiär und sind für einander da, denn wir wissen, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sind. Und das meinen wir wirklich so: Jede/r Einzelne von uns trägt mit Kompetenz, Kreativität und Begeisterung dazu bei.

2022 feiern wir das 90-Jahre-Jubiläum unserer Firma.
Wir freuen uns auf weitere spannende, herausfordernde Projekte – und auf die Menschen, denen wir dabei begegnen.

Meilensteine und wegweisende Projekte

2022

Feierlichkeiten zum 90-Jahre-Jubiläum
Wir blicken zurück auf über 90 Jahre Firmengeschichte sowie auf zahlreiche nachhaltige Projekte, die wir planen und realisieren durften.
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2021

Neu auch in Solothurn
Kissling + Zbinden eröffnen eine Geschäftsstelle in Solothurn. Die Zahl der Mitarbeitenden beträgt aktuell 130; davon sind 13 Lernende.
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2020

K+Z goes digital
Wir gestalten aktiv unsere digitale (Bau-)Zukunft und beteiligen uns massgeblich an den Tech-Startups Infrasens und Infratec. Diese bieten innovative, digitale Lösungen für das Infrastrukturmanagement an.

2019

Übernahme Verkehrsplaner LP Ingenieure AG und Eintritt in den Pharma-/Biotechbau
Wir übernehmen die seit 1933 bestehenden und renommierten LP Ingenieure in Bern und ergänzen unser Angebotsportfolio dank neuer Synergien im Sinne unserer Kundinnen und Kunden. Im Pharma- und Biotechbau erhalten wir diverse Projektmandate und planen anspruchsvolle, grossvolumige Fast-Track-Projekte.

2018

Die vierte Generation tritt ans Ruder
Martin Andres und Stellvertreter Marc Wagner übergeben die Geschäftsleitung an Dominique Steffen (CEO), Tobias Weiss (CFO), Niels Gertsch und Andreas Brunner. Martin Andres und Marc Wagner bleiben der Firma als Projektleiter und VR-Mitglieder erhalten. Martin Andres amtiert als VR-Präsident. Die Firma zählt jetzt 100 Mitarbeitende.
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Mit dem Entflechtungsbauwerk Gümligen und dem Wendegleis in Münsingen überträgt uns die SBB weitere wegweisende Projekte als Generalplaner für den Ausbauschritt 2025 im Aaretal.

2017

Stärkung des Gemeindeingenieurwesens durch Firmenübernahmen
Wir übernehmen die Ingenieurbüros Maier, Wimmis (seit 1988), und Wasem, Wattenwil (seit 1979) im Rahmen von deren Nachfolgeregelung. Das Gemeindeingenieurwesen wird dadurch erneut gestärkt.

2014

Eintritt ins BIM-Zeitalter und in den Spitalbau
Als Bauingenieur in Ingenieurgemeinschaften und als stellvertretender Gesamtleiter der Planergemeinschaft Archipel übernehmen wir die Planung und Realisation des neuen Anna-Seiler-Hauses sowie den Rückbau des alten Bettenhochhauses auf dem Areal des Inselspitals in Bern. Die wegweisenden Neubauprojekte auf dem Inselareal werden mit der zukunftsträchtigen Methode des Building Information Modelling, BIM, abgewickelt.
Später sollen auf dem Inselareal weitere Projekte wie der Neubau des Baubereichs 07 (BIM) sowie der Rückbau des gesamten Baubereichs 11 und der alten Personalhäuser auf dem Baubereich 04 folgen.
Mit dem BIM-Pilotprojekt des ASTRA für die Sanierung des Autobahnanschlusses in Bern-Bümpliz soll die Entwicklung des BIM auch im Infrastrukturbau erfolgreich weiter vorangetrieben werden.

2013

Sehr speziell: das Schlossbergparking
Als Planer eines Totalunternehmers setzen wir ein ganz spezielles Projekt um, nämlich ein Parkhaus in einer Kaverne unter dem Thuner Schlossberg.
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2012

Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme
Unter unserer Gesamtleitung beginnt die Ingenieurgemeinschaft mit der Realisierung einer lebendigen und sicheren Emme-Landschaft. Das viel beachtete erfolgreiche Projekt dauert mehrere Jahre und betrifft den Bereich des 6,4 Kilometer langen Unterlaufs zwischen der Kantonsgrenze Bern – Solothurn und der Mündung in die Aare.
Wir konkretisieren und bündeln unser langjähriges Wissen im Bereich der umweltbewussten und umweltgerechten Planung, stellen vermehrt Umweltingenieurinnen und -ingenieure ein und etablieren das eigenständige Geschäftsfeld «Umwelt».

2010

Hochwasserschutz Sarner Aa
Mit der Mandatierung der Massnahmen Sarner-/Wichelsee starten zahlreiche Hochwasserschutz- und Revitalisierungsmassnahmen im Sarneraatal, die bis heute andauern.

2006 bis 2013

Kontinuierliches Wachstum
Die Teams an den Geschäftsstandorten in Bern und Thun wachsen und ziehen um – in Bern an den Brunnhofweg 37 und in Thun an die Tempelstrasse 8A, wo sie bis heute ansässig sind.
Das erste Kraftwerkprojekt
Aus einer einfachen Studie entwickelt sich an der Kander unterhalb Hondrich das erste grosse Wasserkraftwerkprojekt. Es wird 2023 in Betrieb genommen. Weitere Meilensteine folgen mit dem Neubau des Unterwerks in Mühleberg und der Notkühlwasserfassung SUSAN für das KKW Mühleberg.

2005

Die dritte Generation übernimmt
Martin Andres und Stellvertreter Marc Wagner übernehmen die Geschäftsleitung als Vertreter der dritten Generation. Der Betrieb ist mittlerweile auf 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen.

2003

Erhaltungsprojekte und Hochwasserentlastungsstollen
Wir übernehmen den Auftrag für die Sanierung der Stadttangente Bern. Sie gilt als Pionierprojekt für die vielen nachfolgenden Erhaltungsprojekte des ASTRA. Es folgen als weitere Projekte unter anderem die Gesamtsanierung N08 mit Erhöhung der Tunnelsicherheit (Sicherheitsstollen) am Brienzersee und die Gotthardpassstrasse.
Im selben Jahr erhalten wir den Zuschlag für den Hochwasserschutz Thunersee. Zahlreiche weitere Projekte folgen, darunter die Entlastungsstollen Lyssbach, Sarneraa und Sihl.

2000

Marc Wagner stösst dazu
Marc Wagner tritt in die Firma ein. Viele Jahre lang ist er Mitglied der Geschäftsleitung und amtet heute als Mitglied des Verwaltungsrats.

1999+

Aufträge im Tunnelbau
In erfolgreichen Ingenieurgemeinschaften sind wir an der Umsetzung von zahlreichen namhaften Tunnelbauprojekten in der Region beteiligt, namentlich am Simmenfluhtunnel und am Neufeldtunnel . Es folgen der Tunnel Sous le Mont, der Längholztunnel und der Rosshäuserntunnel (BLS).
Geschäftsstelle in Thun, Umzug in Spiez
Die Übernahme der Schwarz+van Helvoirt AG an der Bierigutstrasse führt zur Eröffnung unserer Geschäftsstelle in Thun. Im selben Jahr bezieht die Geschäftsstelle in Spiez neue Räumlichkeiten an der Oberlandstrasse 15.

1998

Grosser Wettbewerbsgewinn
Freude herrscht: Wir gewinnen den Wettbewerb für die Umfahrung Worb mit Eröffnung des Tunnels 2017.
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1996

Zertifizierte Qualität
Als eines der ersten Ingenieurbüros im Kanton Bern erhalten wir die ISO Zertifizierung 9001.

1994

BLS Alp Transit und Zweigstelle in Biel
Wir erhalten den Zuschlag der BLS Alp Transit für den Neubau Wengi Ey–Frutigen, den Neubau des Erhaltungs- und Interventionszentrums Frutigen und die örtliche Bauleitung für den Abschnitt Ferden. Die Leuchtturmprojekte strahlen über viele Jahre und ziehen zahlreiche weitere Aufträge im neu geschaffenen Fachgebiet Bahnbau nach sich. Im selben Jahr erfolgt die «Rückkehr» ins Seeland mit der Eröffnung einer neuen Geschäftsstelle in Biel.
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1991

Geschäftsleitung geht an die zweite Generation
Hans Zbinden, 66-jährig, übergibt die Geschäftsleitung an Markus Frey (Leiter der Geschäftsstelle Spiez und späterer Verwaltungsratspräsident), Jörg Studer (Leiter der Geschäftsstelle Bern und später Biel). Nach Jörg Studer wird Rolf Sieber zum langjährigen Geschäftsstellenleiter in Bern.

90er Jahre

Personelle Veränderungen und Modernisierung
1984 tritt Ernst Kissling, der Sohn des Firmengründers, aus dem Unternehmen aus. Der Firmenname «Kissling + Zbinden AG» ist etabliert und wird beibehalten. 1985 stösst Martin Andres zur Geschäftsstelle Spiez. Er wirkt viele Jahre in der Geschäftsleitung und ist heute Präsident des Verwaltungsrats. Drei IBM-PCs mit DOS-Betriebssystem lösen die beiden Olivetti-Computer ab und dienen der Berechnung von Statik, Hydrologie, Achsen und Absteckungen sowie der Devisierung.
Mit der Brücke «Hoher Steg» an der Kantonsstrasse Frutigen–Adelboden wird erstmals eine Brücke saniert. Wir sind bereits sehr breit aufgestellt und bearbeiten zum Teil grosse Projekte im Strassen-, Brücken-, Bahn- und Wasserbau. Dazu gehören unter anderem die Brünig-Haslibergstrasse, die Jaunstrasse, der Eigerplatz, die Lehnenbrücke in Bönigen, das Anschlussgleis Hondrich Süd–Kiestag mit der Eisenbahnbrücke sowie diverse Hochwasserschutz und -Revitalisierungsprojekte.
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80er Jahre

Strassenbau sorgt für Wachstum
Für das Wachstum der Firma in diesem Jahrzehnt sorgt vor allem der Strassenbau. Wichtige Projekte sind zum Beispiel der Ausbau der Grimselstrasse vom Seeuferegg bis zur Passhöhe und der Ausbau grosser Teile der Strasse zwischen Frutigen und Adelboden.
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1976

Geschäftsstelle in Spiez
Wir eröffnen unsere Zweigstelle in Spiez an der Krattigstrasse.

1974

Gründung der Kissling + Zbinden AG und der erste Computer
Die Aktiengesellschaft Kissling + Zbinden wird gegründet; der Eintrag ins Handelsregister erfolgt 1975. Jürg Pieren tritt in die Firma ein. Während vieler Jahre leitet er das Geschäftsfeld Wasserbau und ist Mitglied des Verwaltungsrats. Der Einstieg ins Computerzeitalter erfolgt mit einem Olivetti-Computer für Statik- und Devisierungsprogramme. Die Firma zählt jetzt 45 Mitarbeitende.
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70er Jahre

Nachfolgeregelung und personelle Verstärkung
Ernst Kissling tritt die Nachfolge seines Vaters Otto Kissling an. Die Ingenieure Rolf Sieber und Markus Frey stossen zur Firma. Nebst der Westzufahrt Monbijoubrücke und dem Ausbau des Wankdorfplatzes werden nach den Unwetterkatastrophen in den Kantonen Bern, Uri, Nid- und Obwalden grosse Wasserbauprojekte realisiert.
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1956

Gründung einer einfachen Gesellschaft
Die Firma Kissling + Zbinden wird als einfache Gesellschaft gegründet. Mit Beginn der 60er Jahre bearbeitet sie nicht nur Bachverbauungen, Meliorationen und Überbauungen (Hochbau), sondern auch renommierte Projekte mit grosser regionaler Ausstrahlung. Dazu gehören unter anderem der Umbau des Bahnhofs Bern, der Ausbau der Saanenstrasse, die Rollbahn für den Flugplatz Turtmann, eine Flugzeugkaverne in Meiringen sowie eine Projektstudie für einen interkontinentalen Flughafen im Kanton Bern.
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1948

Eintritt Hans Zbinden
Hans Zbinden tritt in die Firma ein und wird direkt als Messgehilfe für Strassenaufnahmen von der Lenk auf den Bühlberg eingesetzt. Das Team umfasst sieben Mitarbeitende: drei Ingenieure, zwei Lernende und eine Sekretärin.

Nach 1945

Bezug neuer Räumlichkeiten
Nach dem Zweiten Weltkrieg zieht unsere Firma an die Kapellenstrasse 6 in Bern. Ihr guter Ruf über die Kantonsgrenzen hinaus sorgt für den Aufschwung und die Teilnahme an diversen Wettbewerben. Gewonnen haben wir unter anderem den Wettbewerb für die Verkehrslösung Bahnhof Bern.

1931 bis 1945

Die ersten Projekte
Die ersten Projekte der jungen Firma umfassen Strassenbau, Militärstrassen und -Flugplätze, Meliorationen sowie Hoch- und Tiefbau. Dazu gehören unter anderem die Projektierung der Strasse auf den Bühlberg an der Lenk (maximale Steigung 10 %) sowie die Funi-Schlittenaufzüge (Vorläufer der heutigen Skilifte und Sesselbahnen).
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1931

Otto Kissling legt den Grundstein für die heutige KZAG
Otto Kissling beginnt die Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro R. Savoldi in Bern. Der Kulturingenieur war am Bau der Bagdadbahn beteiligt gewesen, einem der aufwändigsten Infrastrukturprojekte jener Zeit, und floh infolge der Unruhen im Irak in die Schweiz. Hier übernimmt er Bauleitungen für verschiedene Projekte und Arbeiten für andere Ingenieurbüros im Berner Oberland. Insbesondere bearbeitet er Rebbergverbauungen am Bielersee von Biel bis La Neuveville.
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